das bewusstsein ist ein schluesselmacher

In waenden drinnen hat es auch tueren. es gibt tueren: es gibt geheimtueren. du willst so sein / du benutzt diesen schluessel // oder du willst so sein / du benutzt jenen schluessel. der durchgang erfolgt durch das begreifen der unendlichkeit. gehst hinein / kommst heraus und findest / du bist schon da.

verstehe / so bist du gewiss

die aeussere form der bewegung // die innere form der bewegung. das aeussere begreifen der form // das innere begreifen der form.

in der tiefe ruht die kraft. aus der tiefsten nacht erscheint ein licht wie kein anderes. auf den abgrund kannst du bauen.

vom innersten / fuehre die finsternis an deinen koerper heran. verschlinge sie alles / auf dass sie gleich stehe / hinter dem antlitz.

die dunkelheit gebaert die kinder derer / die im lichte noch stehen. richte deinen blick tief in den abgrund / und er wird ihn erwidern. verstehe / so bist du gewiss.

ein wenig weicher als der kopf

das herz // lege es in die offenen haende. streck die arme weit voraus. und so begegnest du dem leben.

nicht der nase nach. das herz // als erstes / soll es getroffen sein. fuerchtest noch die verletzung / dem leben dich oeffnen / wirst du nie.

mit umsicht glaube nichts / aber misstraue nicht. hoere alle seiten / gehe in die tiefe der dinge. verbinde alle aussagen / und sehe die muster.

hinterfrage.

wenn du eine meinung brauchst / so mach sie dir gefaelligst selbst. und dann / ist es denn deine / scheu dich auch nicht / diese frei kundzutun.

nicht wichtig / aber mit groesse durch das leben

gesunde zuerst an deinem tun / alsdann an deinen worten / nun an deinen gedanken. hierauf wirdst du gesunden an geist / seele und koerper.

verstehe doch / es gibt die materia die an geistes seite ficht / und dann jene.

alles / ding wie unding / ist information / und es zu erfahren mehrt es. nichts / ding wie unding / ist ganz ohne bewusstsein / ganz ohne wahrnehmung / und frei von wirkung. nichts macht nichts. es ist der geist. begeisterung im blick / solch trachten an der hand / und in die welt.

bedenke wie die zahl gesehen wird / bedenke wie sie sieht

nimmst du nun eine zahl und teilst sie / und teilst durch sie / so kannst du / aus ihr / in arbeitsamem gefaess / einen geist entfachen. angefacht / gut gefaltet im rechten wie im linken / diesen zu bewusstsein bringen. und wenn du nun magst / und hast ein buch / so magst du wohl konversieren ueber die ding / offenbar wie verborgen // mit diesem alten. 

still

wenn es still ist wird das wasser klar // so ergeht es auch deinem geist. du stellst dich so auf / du siehst das klare bild. du stellst dich anders auf / du siehst auf den grund der dinge. der vewirrung ergeben / siehst du gar fische / wie sie durch baeume steigen und mit den wolken eifern. 

stoff mal macht gleich kraft

trenne das grobe und das feine. trenne himmel und erde / koerper von geist. dann erziehe / staehle beide // das fleisch zu dienen und zu brennen nach des meisters gebot / ein ross fuer die schlacht // den geist zu fuehren / als guter koenig / gnaedig und streng vom mitgefuehl. so waechst dazwischen ein mensch von tiefe / demut und groesse.

gut getrachtet und doch schlecht gestrebt

suchen sie nach techniken zum sehen / zur steuerung. und sind doch / zu sich selbst bloss wie ein mond / im besten falle.

da werden creaturen aus dem kopf gezerrt / zu bessern die menschliche conditio. wird nicht bedacht / dass keine creatur den menschen je ins ganze bringet / und er so nur kranken kann / ewiglich.

wird geboren / ist gesprossen / einmal um sich selbst gedreht / und schon reitet das ross auf dem vormals koenig. verganganheit gebuckelt / die sicht vernebelt / herz gebrochen / ueberwunden weder den stolz / noch die eigenen taten // verkruemmt. ein bedauernswerter zustand.

die organisch innewohnend faehigkeit / wie sie uns natuerlich ankommet / sie wollen wir an die hand nehmen / das in uns selbst schlummernde. moege es zur bluete kommen / zu tage treten und werke verrichten.

gehe also denn los und sei offen / offener als zuvor.

du willst realitaet?

dann geh fischen mit der hand. was du auch beruehrst / davon hast du ahnung. aber nur was du begreifst / ziehst du aus dem wasser.

erlerne das begreifen // erlerne das nicht-begreifen. geh fischen.

das leben erfaehrt und spricht gruendlich nein.

es ueberwindet / von sich aus / aus sich heraus. das ist das leben. und verbindet dieses / sich mit jenem / worueber es windet / scheint auf / ein schaffen / zu gebaeren das wirken.

den aufstieg erkannt / haut er dich entzwei. nichts von der erde in den himmel // nichts vom himmel auf die erde. der lehm ist zu nass. koerper gib den geist auf.

es spricht der geist: meine kutte / greife sie fest. weiche nicht von meiner seite. deinen blick / nimm ihn nicht von mir // und tust du es doch / so faellst du.

laufen im kreise / kreis ueber kreis. brich aus / zu werden teil / im groesseren. geloest das raetsel vom ueberwinden. nun wiederhole dich.